
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Bundestagsabgeordneten der Linken, Ferat Koçak, wegen Urkundenfälschung. Ihm wird vorgeworfen, einen Gastausweis für den Bundestag gefälscht zu haben.
Aufgeflogen war der Schwindel bereits am 17. März 2026. Ein Mann wollte sich mit dem falschen Ausweis Zutritt zum Bundestag verschaffen. Die Polizei nahm die Karte an sich und ermittelte den Urheber. Sie konfrontierten Ferat Koçak damit. Dieser räumte die Verantwortung ein und erklärte die Aktion als geplanten Rollentausch eines Social-Media-Projekts.
Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass „gegen einen 47-jährigen Abgeordneten des Bundestages ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Urkundenfälschung eingeleitet wurde“.
Ferat Koçak fiel in der Öffentlichkeit schon mehrfach negativ auf. So forderte er eine „Entmachtung der Polizei“, warf der Polizei systematischen Rassismus vor und spricht regelmäßig von rechten Netzwerken in Polizei und Justiz. In den sozialen Medien bewegte er sich zu einem Lied, in dem es u. a. heißt: „Jedes Bullenschwein ist ’ne Missgeburt“. Außerdem tanzte Koçak vor dem Reichstagsgebäude zu Musik mit expliziten Gewaltfantasien gegen politische Gegner.
Koçak rief am Rednerpult des Bundestags einmal „Alerta, alerta, antifascista!", eine klassische Antifa-Parole. Für Gelächter sorgte er im Bundestag mit einer Rede, in der er Ausdrücke wie „Vallah haram“ und „einfach gottlos, ich schwöre“ nutzte.
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