Das Märchen vom Jugendprotest:💥Umfeld der Kommunisten meldete GenZ-Demo an!
4.11.2026, 15:20:28

Die Politik hatte ihre Version zu den Krawallen im Umfeld der GenZ-Demos vom 31. Oktober schnell parat: friedliche Schüler, deren Protest ein paar Chaoten an sich gerissen haben. Doch in Baden-Württemberg zerbröselt diese Erzählung jetzt.

Nach Angaben des Landesamts für Verfassungsschutz meldete in Stuttgart eine Person aus dem Umfeld der „Internationalen Jugend“ die „Gen Z regelt“-Demo an. Das Amt zählt die Gruppe zum „Kommunistischen Aufbau“, der laut Verfassungsschutzbericht 2025 einen gewaltsamen Umsturz durch „bewaffneten Kampf“ anstrebt.

Die Bilanz dieses Tages in Baden-Württemberg: Neun verletzte Polizisten mit Knalltraumata und Prellungen, sieben Festnahmen, 75 Platzverweise. Allein in Stuttgart zählte die Polizei rund 50 Straftaten.

In der Erklärung der Veranstalter steht ganz oben: „Weg mit der Merzregierung!“ Der Stuttgarter Account „genzregelt_stgt“ legte nach: „Macht weiterhin unsere Lebensbedingungen kaputt und es wird ungemütlich!“ Eine Distanzierung von Gewalt findet sich dort nicht.

Auch in Ulm soll ein 50-jähriger Kopf der örtlichen Palästina-Proteste die Kundgebung angemeldet haben. In Freiburg sprach ein Redner im Namen der Gruppe „Palästina Spricht Freiburg“.

Brisant: Schon fünf Tage vor der Demo hatte die Schwäbische Zeitung unter Berufung auf den Verfassungsschutz offengelegt, wer in Stuttgart mobilisiert. Polizeipräsident Markus Eisenbraun sah damals „derzeit keinen Anlass, die französischen Ereignisse auf Stuttgart zu übertragen“. Allem Anschein nach ein Fehler.

Die nächsten Proteste sind bereits für den 20. November angekündigt.

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