
Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Bundesinnenministerium 9.663 ausreisepflichtige Ausländer abgeschoben. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es noch 11.807. Dies entspricht einem Rückgang um 18 Prozent. Gleichzeitig leben weiterhin mehr als 230.000 ausreisepflichtige Personen in Deutschland.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte im April „fast wöchentliche“ Abschiebungen nach Kabul angekündigt. Die Bilanz: In vier Monaten gab es nur 96 Rückführungen nach Afghanistan. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entzieht immer mehr Syrern den Schutzstatus. Abschiebungen nach Syrien bleiben jedoch die Ausnahme. Selbst Italien lehnte zuletzt die Rücknahme trotz Dublin-Abkommens ab.
Der Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm (AfD), auf dessen parlamentarische Anfragen diese Zahlen teilweise beruhen, sagt dazu: „Die ganze Migrationspolitik ist ein Desaster. Die versprochenen Abschiebeoffensiven sind reine Rohrkrepierer.“
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