
Im nordrhein-westfälischen Schulunterricht könnte zukünftig an Deutsch als einziger Unterrichtssprache gerüttelt werden. Die Möglichkeit dazu soll ein gemeinsamer Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen sowie der SPD zur Stärkung der Mehrsprachigkeit an Schulen eröffnen. Denn dort heißt es, man solle: „Regelungen anpassen, sodass fachliche Kompetenzen auch dann angemessen erfasst werden können, wenn ein Kind aufgrund noch unzureichender Deutschkenntnisse seine Kompetenzen nicht vollständig darstellen kann.“
Die CDU bestreitet zwar, dass damit Deutsch als Unterrichtssprache zurückgedrängt werden soll. Die FDP-Fraktion sieht in der Regelung aber einen gefährlichen Präzedenzfall. Ihr Fraktionschef Henning Höne erklärte dazu wörtlich: „Das ist die Hintertür für die Schwächung der Unterrichtssprache Deutsch. Da sind wir bei Klassenarbeiten auf Arabisch, auf Türkisch, auf Ukrainisch.“ Einem Antrag der FDP auf Streichung der Regelung stimmte nur die AfD-Landtagsfraktion zu.
