Am Mittwoch griff die israelische Luftwaffe das iranische Gasfeld „South Pars“ an. Es deckt rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung ab und gilt als das größte bekannte Gasfeld der Welt. Die Attacke hat daher Auswirkungen weit über die Grenzen des Iran hinaus. In der Folge explodierte der Gaspreis zeitweise um rund 35 Prozent.
FĂĽr den Iran scheint damit eine weitere rote Linie ĂĽberschritten. Bereits am Donnerstagmorgen folgt die Antwort: Teheran feuert ballistische Raketen auf den wichtigen Gaskomplex Ras Laffan in Katar ab.
Katar sieht seine eigene Sicherheit dadurch stärker gefährdet als ohnehin schon und verurteilt die israelischen Angriffe als „gefährlichen und unverantwortlichen Schritt“. Auch US-Präsident Trump zeigt sich überrascht und wenig begeistert. Auf Truth Social erklärt er, Israel habe „aus Wut“ gehandelt; weitere Angriffe auf South Pars werde es nicht geben. Er selbst sei gegen die Attacken, weder die USA noch Katar hätten im Vorfeld davon gewusst. Zugleich fordert er den Iran auf, die Angriffe auf Katar einzustellen – andernfalls würden die USA „das gesamte South Pars Gasfeld mit einer Intensität und Schlagkraft massiv zerstören, wie sie der Iran noch nie zuvor gesehen oder erlebt hat“.
Dieser Darstellung widerspricht der üblicherweise gut informierte Investigativjournalist Barak Ravid: „Entgegen Trumps Aussagen erklärten hochrangige israelische und US-amerikanische Beamte, dass die Vereinigten Staaten im Voraus von dem israelischen Angriff wussten und ihn sogar genehmigten, um Druck auf den Iran auszuüben. Nachdem die Iraner mit Vergeltungsangriffen auf Katars Gasfelder reagiert hatten, schlägt Trump nun einen anderen Kurs ein.“
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