
Weitet die Europäische Union ihre Konfrontation mit Russland jetzt auch auf das Mittelmeer aus – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit? Darauf deutet eine Änderung des Auftrags für die EU-Marinemission 'Irini' hin. Die deutsche Beteiligung soll im November verlängert werden. Doch dabei erhält die Marine offenbar eine neue Aufgabe.
Bislang sollte 'Irini' vor allem den Waffenschmuggel nach Libyen unterbinden und illegale Migration überwachen. Künftig soll die Bundeswehr auch die sogenannte Schattenflotte ins Visier nehmen. Im Antrag ist ausdrücklich von der „Beobachtung und Sammlung von Informationen bezüglich Aktivitäten der sogenannten Schattenflotte, einschließlich des Ausübens von Betretungsrechten und deren erforderlicher und angemessener Durchsetzung“ die Rede.
Das könnte bedeuten: Schiffe werden notfalls militärisch gestoppt und geentert. Der veränderte Auftrag geht nach Angaben der Bundesregierung auf einen Beschluss der EU zurück.
Welche Schiffe genau betroffen wären, lässt der Antrag offen. Aber: In der politischen Debatte bezeichnet der Begriff „Schattenflotte“ praktisch nur Schiffe, die Häfen in Russland anlaufen.
👉🏻 Folgen Sie uns auf Telegram: @auf1tv
