
Das Budapester Berufungsgericht hat die Haftstrafe gegen den deutschen Linksextremisten Simeon Ravi Trux, der sich „Maja“ nennt, rechtskräftig von acht auf sieben Jahre reduziert. Die bereits verbüßte Untersuchungshaft wird angerechnet.
Trux wurde wegen seiner Beteiligung an zwei brutalen Angriffen im Februar 2023 verurteilt. Damals attackierten international vernetzte Antifa-Schläger in Budapest Menschen, die sie dem rechten Spektrum zurechneten. Bei insgesamt fünf Überfällen wurden neun Personen verletzt, sechs davon schwer. Die Angreifer setzten unter anderem Schlagstöcke und einen Hammer ein.
Die Staatsanwaltschaft hatte im Berufungsverfahren mindestens 13 Jahre Haft und verschärfte Haftbedingungen gefordert. Das Gericht verwarf nun allerdings die erstinstanzliche Einordnung, Trux habe als Mitglied einer kriminellen Vereinigung gehandelt. Die Verurteilung wegen der Gewalttaten blieb bestehen.
Irre: Eine Verbüßung der Strafe in Deutschland ist grundsätzlich möglich. Ungarn hatte bereits vor der Auslieferung zugesichert, Trux nach einem rechtskräftigen Urteil auf deutschen Antrag überstellen zu können.
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