
Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar 2027 den neuen Bundespräsidenten, da Frank-Walter Steinmeiers zweite Amtszeit im März endet. Bundeskanzler Friedrich Merz beansprucht das Vorschlagsrecht für die CDU als stärkste Kraft. Dabei legt er sich fest: Es muss eine Frau werden.
Das sagte Merz laut Teilnehmern bei der nichtöffentlichen Konferenz der CDU-Kreisvorsitzenden in Berlin. Er sei darauf festgelegt und werde der Partei eine gemeinsame „Kandidatin der politischen Mitte“ vorschlagen. Einen Namen nannte er allerdings nicht. Im Gespräch sind unter anderen Ilse Aigner, Julia Klöckner, Karin Prien und Annegret Kramp-Karrenbauer.
Deutschland hatte noch nie eine Bundespräsidentin. Merz macht daraus ein Programm, bevor überhaupt irgendeine Bewerberin feststeht. Beobachter sehen diese Vorgehensweise kritisch: Eine Frau im Schloss Bellevue kann das höchste Amt zwar stärken, aber ein Kanzler, der zuerst das Geschlecht festlegt und erst danach geeignete Kandidaten sucht, sucht kein Staatsoberhaupt, sondern ein Signal.
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