
In Ungarn wird ausgezählt – und gezittert. Das oppositionelle Portal HVG berichtet von der Wahlparty der Fidesz. Dort rechnen Anhänger mit einem knappen Ergebnis. Auffällig: Anders als oft in Deutschland werden politische Gegner nicht pauschal verteufelt. So sagt eine Fidesz-Anhängerin über Orbán-Gegner in der eigenen Familie, man könne dennoch zivilisiert und friedlich miteinander sprechen – ohne Streit.
Auf der politischen Bühne wird es derweil rauer: Beide Seiten erheben bereits Vorwürfe der Wahlmanipulation. Viktor Orbáns politischer Direktor Balázs Orbán schrieb auf Facebook, die Opposition und ihre Unterstützer hätten versucht, den Urnengang zu beeinflussen – „mit Bestechung, Gewalt und Amokläufen an den Wahlkabinen, mit Drohnen, die Menschen belästigen, und mit Waffen auf den Straßen“. Das wirkt zwar überzogen. Dennoch gab es in mindestens zwei Wahllokalen Bombendrohungen.
Das pro-westliche Medium 444. hu behauptet dagegen, ein Dorfpfarrer habe Gutscheine eines örtlichen Supermarkts verteilt – verbunden mit der Aufforderung, Fidesz zu wählen.
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