
Neue Entscheidungen des US-Gesundheitsministeriums unter Robert F. Kennedy Junior sorgen für Aufsehen. So sollen auffällige Warnhinweise auf Östrogenpräparaten für Frauen in den Wechseljahren gestrichen werden. Dabei geht es um Risiken wie Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Die Warnungen in schwarzen Kästen sollen verschwinden. Hinweise auf mögliche Risiken bleiben lediglich im Kleingedruckten erhalten.
Kennedy spricht wörtlich von einem „großen Sieg für die Gesundheit von Frauen“. Sein Ministerium will damit den Einsatz entsprechender Hormonpräparate ausweiten. Doch die Medizinforscherin an der Yale-Universität, Reshma Ramachandran, warnt vor dieser Entscheidung. Ohne die auffälligen Warnungen könnten Patientinnen über mögliche Schäden hinweggetäuscht werden.
Doch das ist nicht Kennedys einzige Kehrtwende. Entgegen seiner früheren Haltung befürwortet er inzwischen ausdrücklich die Masernimpfung von Kindern. Noch im vergangenen Jahr hatte er auf mögliche Risiken der Impfung hingewiesen, bis hin zu Todesfällen.
