In Budapest findet am kommenden Samstag die 31. Budapest Pride statt, und diesmal unter völlig anderen Vorzeichen. Nach Jahren politischer Angriffe und dem Versuch der Orbán-Regierung, die Pride rechtlich zu verhindern, wurde die diesjährige Parade von der Polizei ohne Verbotsgrund zur Kenntnis genommen.
Ungarische Medien berichten: Die Veranstaltung wurde ordnungsgemäß angemeldet, die Behörden akzeptieren sie, und Budapest wurde bereits mit Regenbogenfahnen beflaggt, siehe Video von der Elisabethbrücke.
Politisch ist das ein deutlicher Bruch mit der Orbán-Linie. Während Fidesz die Pride zuletzt zum Kulturkampf-Thema gemacht hatte, signalisiert die neue Regierung um den neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar: Die Versammlungsfreiheit gilt wieder. Auch für die Pride.
Damit wird die Pride am Wochenende zu mehr als nur einer Parade: Sie ist ein Symbol dafür, wie radikal Magyar Ungarn gerade umbaut.
Videoquelle: X
