Rheinland-Pfalz: Das System bröckelt weiter
22.3.2026, 19:00:39

Ein Kommentar von AUF1-Nachrichtenleiter Martin Müller-Mertens

Die Charaktermasken der Staatspolitiker haben auch am Wahlabend in Mainz ihre Sprechblasen parat. Doch es nützt nichts. Auch in Rheinland-Pfalz setzt sich der Machtverlust fort. Und erneut bestätigen sich grundlegende Trends.

Die SPD zerfällt am schnellsten. Sie fährt das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in Rheinland-Pfalz ein. Und das im Land einst prägender Ministerpräsidenten wie Kurt Beck und Malu Dreyer. Die Sozialdemokraten bleiben auf der Rutschbahn nach unten.

Die CDU mag sich über ein Plus von drei Prozent freuen. Doch sie gewinnt nicht, was SPD (-8,8 Prozent) und Grüne (-1,6 Prozent) verlieren. Das bedeutet: Die alte Logik, wonach Stimmen im System nur umverteilt werden, greift nicht mehr.

Die AfD erzielt ihr bislang bestes Ergebnis in einem westdeutschen Flächenland. Dafür gibt es – neben landespolitischen Faktoren – einen zentralen Grund: Dem BRD-Establishment entgleitet die Hegemonie. Dass der Deutschlandfunk als erste Reaktion eine engere Zusammenarbeit von „den Parteien“ und „der Wissenschaft“ im Kampf gegen die AfD fordert, zeigt zugleich einen Realitätsverlust der Herrschenden.

Bei der Linken hat der Reichinnek-Hype des vergangenen Jahres erwartungsgemäß nachgelassen. Doch das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde sollte nicht darüber hinwegtäuschen: Die Linke hat sich als parteipolitischer Arm der Antifa organisatorisch gefestigt.

Und die FDP? Für ihr Abschneiden gibt es an dieser Stelle keine Analyse. Das lohnt sich nicht mehr.

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