
Nachdem das Thüringer BSW den Rücktrittsbefehl des Bundesvorstands ignoriert hat und weiterhin den Ministerpräsidenten Voigt unterstützt, AUF1 berichtete, haben nun zwei der 15 BSW-Abgeordneten ihm die Unterstützung entzogen.
Die Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD verfügt damit nicht mehr über die bisherigen 44 von 88 Sitzen. Mario Voigt führt Thüringen damit faktisch als Chef einer Minderheitsregierung und ist aufgrund der Brandmauer zur AfD nun auf die Linken angewiesen, zu denen es auf Bundesebene ebenfalls einen Unvereinbarkeitsbeschluss gibt.
Der Thüringer BSW-Landesvorstand hat inzwischen einen Sonderparteitag einberufen. Diesen haben mehr als das notwendige Viertel der Kreisverbände beantragt. Auf dem Parteitag soll über die Fortsetzung der Regierungsbeteiligung entschieden werden.
Damit gerät die Erfurter Regierung gleichzeitig an mehreren Fronten unter Druck: durch den Verlust der eigenen Mehrheit, durch das anhängige Doktortitel-Verfahren um Mario Voigt und durch den offenen Richtungsstreit innerhalb des Koalitionspartners BSW.
👉🏻 Folgen Sie uns auf Telegram: @auf1tv
